Zuwanderung in den Arbeitsmarkt nur gezielt und qualifiziert

Wie andere Länder benötigt auch Südtirols Arbeitsmarkt Arbeitskräfte aus Drittstaaten. Hierfür legt die Landesarbeitskommission alljährlich Kontingente an Arbeitsgenehmigungen für Arbeitskräfte fest. Bereits in der Sitzung von Mitte Jänner hat die Landesarbeitskommission den Weg für 600 saisonale Arbeitskräfte (Gastgewerbe und Landwirtschaft) und 100 mehrjährig Saisonale aus Nicht-EU-Ländern frei gemacht.

Die Landesarbeitskommission hat sich in ihrer jüngsten Sitzung dafür ausgesprochen, vorerst kein Kontingent an Arbeitsgenehmigungen für nicht-saisonale Arbeitskräfte aus Nicht-EU-Ländern beim Staat in Anspruch zu nehmen.

Was unser Arbeitsmarkt braucht, ist nicht eine wahllose, sondern eine gezielte Zuwanderung, und zwar eine von qualifizierten Arbeitskräften. Aufgrund der derzeitigen Gesetzeslage und Abwicklungsmodalitäten können wir aber eine derartige Steuerung von Arbeitskräften nicht gewährleisten.

Aktuell wird der Zugang zum Arbeitsmarkt im Rahmen des „Decreto Flussi“ geregelt, das nach einem „chronologischen Mechanismus“ funktioniert. Wir benötigen jedoch ein System, das der Arbeitsmarktlage in Südtirol gerechter wird und das vorrangig jene Arbeitskräfte dauerhaft ins Land lässt, deren Qualifikationen den Bedürfnissen der lokalen Betriebe entsprechen.

Bereits Ende November 2022 warb ich bei einem Arbeitstreffen mit Arbeitsministerin Marina Elvira Calderone in Rom für ein System, das auf eine „gezielte und qualifizierte Zuwanderung“ von unbefristeten Arbeitskräften antwortet.

Ich bleibe hier weiter im Austausch mit der Arbeitsministerin, um bald eine angemessene Lösung zu erzielen.

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