In Bozen wurde das 40-jährige Jubiläum des Landesgesetzes zur Förderung der Jugendarbeit gefeiert.
Anlässlich der gesetzlichen ‚Grundsteinlegung‘ zur Förderung der Jugendarbeit in Südtirol am 1. Juni 1983 haben Landesrat Philipp Achammer und das Amt für Jugendarbeit in den Filmclub Bozen geladen: zu einem gemeinsamen Blick auf die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft der Jugendförderung. Dafür trafen sich mehr als 100 ehrenamtlichen und hauptberufliche Mitarbeitende der Südtiroler Jugendarbeit, Gemeindejugendreferentinnen und -referenten sowie die Podiumsgäste der Veranstaltung.
Bewusst wurde dabei der Jugend zu Beginn der Veranstaltung das Wort geben. Der 19-jährige Andreas Kofler, Teilnehmer am diesjährigen Jugendredewettbewerb, hat die Veranstaltung eröffnet.
Landesrat Philipp Achammer schärfte in seiner Rede den Blick für anstehende Herausforderungen: „Jugendarbeit ist eine Schlagzeile der Herzen.“ Der Jugend fehle es nicht an Möglichkeiten. Das Gegenteil sei der Fall. Die Jugend brauche heute mehr denn je etwas, woran sie sich festhalten, orientieren und glauben könne. Landesrat Achammer betonte: „Wir müssen den jungen Menschen all das Wichtige mitgeben, damit sie Wurzeln schlagen und Flügel entwickeln können.“ Dass der Jugend auch weiterhin Würde geschenkt werde, das wünscht sich Landesrat Achammer für die nächsten vielen Jahre in der Jugendarbeit.
Einen historischen Überblick zu 40 Jahre Jugendarbeit in Südtiroler gab der langjährige und ehemalige Direktor des Amtes für Jugendarbeit, Klaus Nothdurfter. Im Anschluss folgte eine Podiumsdiskussion mit dem Titel „Jugend heute – was brauchen Jugendliche?“ welche vom Direktor des Amtes für Jugendarbeit Konrad Pamer moderiert wurde. Dabei wurde über anstehende Herausforderungen in der Jugendarbeit gesprochen und darüber, was es brauche, damit sich Jugendliche gesund entfalten und selbstbewusst ihre Zukunft gestalten können.
Mit Absicht wurde auch zum Abschluss der Veranstaltung der Jugend das letzte Wort überlassen. In ihrer beeindruckenden Abschlussrede griff Helena Wierer, eine 16-jährige Gewinnerin des diesjährigen Jugendredewettbewerbs in der Kategorie Klassische Rede, das Thema Schulnoten auf und betonte: „Schule sollte nicht ausschließlich auf Noten basieren, denn wir sind mehr als nur Zahlen in einem digitalen Register.“
